Dabei kann man nicht sagen, dass die Bundesrepublik in ihrer Geschichte jemals besondere Berührungsängste mit gestandenen Altnazis hatte:
So konnten z.B. bewährte Stützen des faschistischen deutschen Staates nach dem Krieg in der jungen Bundesrepublik ihre Karriere allzu oft nahtlos fortsetzen: http://www.gelsenzentrum.de
Auch in der heute vom Westen stark protegierten Ukraine hat der Faschismus eine traurige Tradition, die bis heute nachwirkt:
Der in der Westukraine heute noch von breiten Bevölkerungsschichten als Nationalheld verehrte faschistische Massenmörder Stepan Bandera fand zunächst in der Bundesrepublik Unterschlupf, bis ihn 1959 aus der Hand eines KGB - Agenten das Schicksal ereilte: https://de.wikipedia.org/wiki/Stepan_Bandera
Extrem rechte Kräfte waren im Nachkriegsdeutschland also schon immer am Werk. Als wirklich ernste Gefahr werden sie aber anscheinend erst jetzt angesehen.
Woher also der plötzliche Gesinnungswandel?
Schaut man einmal genauer hin, richtet sich die "Bewegung gegen rechts" speziell gegen die AfD. Sie ist extrem nationalistisch und verharmlost den Faschismus. Beides ist gleichermaßen verabscheuungswürdig.
Nur trifft eben beides gleichermaßen z.B. auch auf die ukrainische Staatsführung zu:
https://www.br.de/nachrichten/ Die wird aber bekanntermaßen von der "westlichen Wertegemeinschaft" hofiert und nach Kräften unterstützt...
Es gibt also aus der Sicht des Westens einen guten und einen schlechten Rechtsextremismus: Gut ist Rechtsextremismus, wenn er den eigenen Interessen nutzt - und schlecht, wenn er ihnen schadet.
Und welchen politischen Interessen schadet nun die AfD konkret?
Die AfD stellt sich derzeit als einzige der im Bundestag in Fraktionsstärke vertretenen Parteien offen sowohl gegen den Ukrainekrieg als auch gegen den Energiewendewahn.
Das ist eine Bedrohung sowohl für die antirussischen Bestrebungen des Wertewestens als auch für die erhofften Billionen - Profite der herrschenden Ökooligarchie.
Offensichtlich versucht man derzeit, alle gesellschaftlichen Gruppierungen und Persönlichkeiten, die für diese beiden Ziele eintreten, in die rechtsextreme Ecke zu rücken.
Selbst die politisch eher weit links einzuordnende Sahra Wagenknecht ist davor nicht gefeit:
Der Wertewesten hat sich durch seine Politik in den letzten Jahrzehnten in eine gefährliche Sackgasse manövriert. Um da wieder herauszukommen, braucht es einen enormen gesellschaftlichen Druck von der Basis.
Die AfD ist da im Moment nichts weiter als ein Kondensationskeim, an dem sich der Widerstand aufbaut.
Denn immer mehr Menschen blicken mit gewissen Sorgen in die Zukunft. Sie halten unsere Einheitspartei SPDFDPGRÜNELINKEUNION nicht mehr für fähig, die erforderliche Wende einzuleiten...